enders Blog

Wir bemenscheln Lebensräume

4. September 2012

Ausflug zur Documenta in Kassel

In Kassel angekommen, nutzten wir das Park & Ride-Angebot, was eine gute Entscheidung war – an diesem Samstag war die Stadt übervoll. Startpunkt war der Friedrichsplatz, wo ich das erste Mal von der Masse der Besucher und der Stadt beeindruckt war. Meine Freunde und ich waren völlig unvorbereitet hergekommen – wollten Stadt und Kunst einfach drauflos entdecken.

Die lange Schlange am Fridericianum schreckte uns ab, so dass wir gleich zur Documenta-Halle gingen. Die Kunstwerke dort fordern dem Betrachter entweder Sachverstand oder Fantasie ab – wir bemühten eher Letzteres. Ein Raum provozierte zahlreiche strahlende Männergesichter mit aufgerissenen Augen – das hätten die besten Aktmalereien nicht geschafft … Dort waren aufgesägte, laufende Motoren vom BMW-Zwei-Zylinder bis hin zu einem Flugzeugmotor zu sehen. Die Männer erklärten ihren Frauen und Kindern sachkundig und begeistert sämtliche Funktionen, was die Belehrten jedoch weniger beeindruckte. Dieser Raum bietet Filmstoff für die besten Geschlechterklischees.

Aufgrund des herrlichen Wetters entschieden wir uns dann für die Kunstobjekte in der Karlsaue, einem wunderschönen Park mit einer Orangerie. Hier beeindruckte mich besonders ein Filmprojekt, das sich dem Bau des Atomkraftwerks Olkiluoto 3 widmet. Mika Taanila, der Künstler, lässt den Betrachter schwanken zwischen technischer Faszination und einem unguten Gefühl, das durch melancholische Landschaftsbilder und einem ungewöhnlichen Soundtrack hervorgerufen wird.

documentaWieder im Freien besuchten wir zahlreiche Installationen und Mini-Ausstellungen, die über den ganzen Park verteilt sind. Na ja, manches fand ich eher kurios als beeindruckend, aber kurzweilig war es allemal.


In der Karlsaue entdeckt: Hier haben Spaßvögel einen kreativen
Buchstabenklau veranstaltet :-)

Abschließend erkundeten wir die Bunker im Weinberg, wo unter anderem eine Frau auf einem prähistorischen Federkiel eines Geiers flötete und ihr ein lebender Artgenosse zuschaute – als Film vorgeführt. Warum der Geier zugucken musste, habe ich bis heute nicht verstanden ;-)

Zusammenfassung: Wenn man ein bisschen Lust auf Neues hat und ausreichend Humor oder Kunstverstand besitzt, ist die Documenta in Kassel eine Reise wert. Zudem waren wir alle auch positiv von der Stadt überrascht, deren historisches Stadtbild zum Teil sehr schön, aber vielerorts stark vernarbt ist, und die mit Karls-Aue und Fulda-Aue viel Erholungsraum bietet.

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